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Edward Thatch, oft auch fälschlicherweise als Edward Teach bezeichnet, ist besser bekannt als Blackbeard, einer der berüchtigsten und sagenumwobensten Piraten des 18. Jahrhunderts. In dem Goldenen Zeitalter der Piraten machte er die karibischen Gewässer, sowie die Küste der amerikanischen Kolonien mit seinem Schiff, der Queen Anne's Revenge, unsicher.

"Gib deiner Beute etwas zum Fürchten, etwas Höllisches aus einem Fiebertraum, dann fallen Männer auf die Knie und winseln ihren Gott um Gnade an!"
―Edward Thatch

LebenBearbeiten

Frühe LebensjahreBearbeiten

Edward Thatch wurde wahrscheinlich im Jahre 1680 in Bristol, England, geboren. Wenig ist über sein Leben vor der Piraterie bekannt, bis er im spanischen Erbfolgekrieg im Jahre 1701 als Freibeuter für die Royal Navy in der Karibik im Einsatz war. Während des Krieges begegnete Thatch Benjamin Hornigold, Edward Kenway und Charles Vane. Doch mit dem Wiedereinkehren des Friedens im Jahre 1713 wurde Thatch, so wie viele andere Freibeuter von seiner Regierung denunziert und musste für sich selbst sorgen. Schließlich widmete er sein Leben der Piraterie, indem er anfangs als Quartiermeister für Hornigold zwischen 1714 und 1716 diente.

Piraterie Bearbeiten

1715 traf Blackbeard zusammen mit James Kidd und Benjamin Hornigold auf Edward Kenway in Nassau. Zusammen arbeiteten sie Pläne aus, wie die Stadt von der britischen Besatzung befreit werden konnte. Eine unabhängige Piratenrepublik sollte gegründet werden. Mit der Unterstützung Kenways traf Blackbeard erste Vorkehrungen für die Festigung der Position der Piraten auf der Insel, indem er eine spanische Galleone, die " El Arca del Maestro" kaperte und sie auf Abaco Island stranden ließ, um Schutz für Nassau zu gewährleisten. Im Jahre 1717 trat Edward Thatch dann als erstes Mal mit seinem Pseudonym "Blackbeard" auf, sein Bart war mittlerweile beachtlich gewachsen, wie ein Mannsweib, und trug zur eindrucksvollen Erscheinung seinerseits bei. Er requirierte die "Adventure" unter der Führung von Stede Bonnet, welcher allerdings nach Übernahme Blackbeards als sein Schützling an Bord blieb. Nach etwa zwei Monaten auf der Brigg gelang es Blackbeard und seiner Crew ein Sklavenschiff, die "La Concorde", zu kapern. Er benannte dieses um in "Queen Anne's Revenge" und bestückte sein neues Schiff mit über 40 Kanonen, wodurch er beachtliche Feuerkraft besaß und in der ganzen Karibik berüchtigt und gefürchtet wurde.

Im gleichen Jahr begegnete Blackbeard drei Schiffen unter der Leitung seines Kameraden Samuel Bellamy und seinen Gefolgsleuten Alonzo Batilla und Olivier Levasseur, welche in einen ungleichen Kampf mit einem britischen Man O'War verwickelt waren. Blackbeard entschied sich dazu, sie zu unterstützen, indem er eine Salve auf das Kriegsschiff abfeuerte. Dies erlaubte Batilla das Schiff fatal zu beschädigen, er feuerte gezielt auf die Schwachpunkte und versenkte es auf diese Weise. Nach dem Kampf kam Batilla zu Blackbeard, um sich über die Identität seines Helfers zu informieren. So schnell wie Thatch zur Stelle war, verließ er auch den Ort des Geschehens wieder.

Im späteren Verlauf des Jahres traf er erneut auf Batilla, und er klärte diesen Über den Tod Samuel Bellamys in einem schweren Sturm auf. Die "Le Postillion" sah er nach eigenen Angaben zerstört, im gleichen Sturm, in dem Bellamy zu Tode kam. Über den Versuch der Templer, das Meer zu erobern, im Klaren, eilte Blackbeard zurück nach Nassau, was ihm nach Bellamys Ableben allerdings drei Monate kostete.

1718 kam Blackbeard wiederum mit Ben Hornigold und Edward Kenway zusammen, um die Situation Nassaus zu besprechen. Sie kamen überein, dass es unumgänglich war, die Stadt mit Medizin zu versorgen, verwarfen aber den Gedanken, britische Handelsschiffe anzugreifen, um an die Medizin zu kommen, da dies nur unnötig Aufmerksamkeit auf die Freibeuter in der Karibik lenken würde. Unter diesen Umständen wuchs der Unmut Blackbeards, aufgrund ihrer Unfähigkeit medizinische Vorräte zu ergattern. Es spornte ihn dazu an, ein weiteres Kriegsschiff anzugreifen, der Versuch des Eroberns von Vorräten endete in einem Desaster, und er konnte nur noch knapp mit Kenways Unterstützung dem Tod oder der Gefangenschaft entgehen.

Belagerung von Charles-Town Bearbeiten

Zusammen mit Edward Kenway, arbeitete er nun den Plan aus, die Stadt Charles-Towne in den britischen Kolonien zu belagern, und eine Herausgabe von Medizin zu erzwingen. Als Edward dort ankam, hatte die "Queen Anne's Revenge" die Stadt bereits seit sieben Tagen unter Belagerung und Blackbeard mehrere Geiseln in Gewahrsam. Mit tatkräftiger Unterstützung von Kenway gelang es Blackbeard, die benötigte Medizin zu ergattern. Als Kenway vorschlug, nach Nassau zurückzukehren, lehnte Blackbeard ab, mit der Begründung, dass er noch etwas im Norden zu tun hätte. Der Assassine verstand, dass der Pirat nicht nach Nassau zurück wollte. Thatch bestätigte, er wolle sich vom Leben als Freibeuter zurückziehen, und sein restliches Leben seinen Reichtum auskosten.

TodBearbeiten

"In einer Welt ohne Gold wären wir Helden gewesen!"
―Edward Thatchs letzte Worte, 1718.

Nachdem er sich zur Ruhe setzte akzeptierte er das Pardon vom Gouverneur von North Carolina, Charles Eden. Doch blieb er nicht lange Zeit im Ruhestand. Kurze Zeit später begann er weitere Kaperfahrten, um sich finanziell abzusichern. Der Gouverneur von Virginia wurde von Blackbeards Unternehmungen informiert und beauftragte Robert Maynard ihn auszuschalten.

Nach der Blockade von Nassau durch die britsche Flotte spürten Kenway und Vane Thatch nahe der Insel Ocracoke auf und versuchten ihn zur Rückkehr zu bewegen, allerdings ohne Erfolg. Während Vane sich von Blackbeard lossagte, war Kenway verständnisvoller, denn er sagte, dass er ihn nicht um seine Wahl beneidete. Dankbar über Edwards gemäßigte Reaktion, nannte Thatch ihm den Namen des Schiffes, auf dem Bartholomew Roberts sich zur Zeit befand.

Später am Abend gerieten die Piraten in einen von Maynard vorbereiteten Hinterhalt. Seine beiden Kriegschiffe zerstörten die kleine Inselsiedlung, sowie die Schiffe, die dort vor Anker lagen. Unter diesen Schiffen befand sich auch Blackbeards "Queen Anne's Revenge". Blackbeard gelang es, mit Kenway auf die Jackdaw zu fliehen, allerdings erkannten sie, dass es keine andere Möglichkeit gab, als die angreifende Man O'War zu kapern, und somit unschädlich zu machen. Infolgedessen starteten sie einen Landungsversuch.

Trotz größter Anstrengungen waren die Piraten bald zahlenmäßig deutlich unterlegen und umstellt. Edward Kenway, selbst in höchster Gefahr, sah, dass Blackbeard ebenfalls mit mehreren Gegnern im Kampf war, und warf ihm eine Pistole zu. Blackbeard allerdings konnte sich nicht mehr gegen die Übermacht verteidigen, und wurde so, volkommen geschwächt und von mehreren Schwertstreichen und Pistolenschüssen tödlich verwundet, schließlich durch einen Schwertstich in den Rücken getötet. Edward Kenway und Charles Vane gelang allerdings die Flucht.


PersönlichkeitBearbeiten

Thatch war ein warmer und onkelhafter Mann, der die Korruption der britischen Bürokratie verachtete, und über den Aufbau eines unabhängigen Staates für enteignete Freibeuter, wie ihn selbst in Nassau kämpfte. Obwohl die Piratenrepublik ins Elend fiel, setzte er alles daran, um Medizin für seine kranken Brüder zu finden. Danach wollte er in den Ruhestand gehen, um mit den letzten Jahren, die noch hatte, friedlich zu leben.

Die dämonische Person von Blackbeard wurde von Thatch gefertigt, um seine Feinde einzuschüchtern und Gewalt zu vermeiden. Er verstärkt sein furchterregendes Äußeres durch Accessoires wie brennende Schnüre in seinem Haar, das Trinken von Rum mit Schießpulver, oder er zwang seine Crew mit ihm unter Deck zu arbeiten, während er Schießpulver verbrannte, um seine Stärke zu beweisen. Durch seinen mehr als eindrucksvollen Bart, wurde er zu einer allseits bekannten Ikone. 

ZitateBearbeiten

  • Vorsicht ist nichts ohne Charisma! Denn wenn ein Mann den Narren spielt wird er nur Narren überzeugen. Aber tritt er auf wie der Teufel, werden sich ihm alle beugen.
  • Hat dich das Bücherlesen auch auf ein solches Gewimmel vorbereitet, Meister Bonnet?
  • Eines ist sicher, man lernt mehr aus Taten als aus Büchern. Vergiss das nicht!
  • Sanftmut erschafft nun mal keine Legenden!
  • Ich bin ein einfacher Mann und kein Mörder. Und hättet ihr euch ergeben, würdet ihr jetzt nicht bluten.
  • Sieh,mein Freund. Ich bin in meinem vierten Jahrzehnt auf der Erde. Und sollte ich es nicht schaffen, dass mein fünftes eine ruhige und gemütliche Reise wird, klopfe ich lieber an die Tür des Teufels, als mich ein weiteres Jahr Käpt'n zu nennen.
  • Wir sehen uns wieder, Junge. In dieser Welt, oder der darunter.
  • Gib deiner Beute etwas zum Fürchten, etwas Höllisches aus einem Fiebertraum, dann fallen Männer auf die Knie und winseln ihren Gott um Gnade an!

Letzte Worte Bearbeiten

  • In einer Welt ohne Gold, wären wir Helden gewesen!

TriviaBearbeiten

  • Sein bürgerlicher Name ist nicht sicher bekannt, aber in der Literatur wird er häufig "Edward Teach" oder "Edward Thatch" genannt.
  • Im Deutschen wird Blackbeard von Klaus-Dieter Klebsch gesprochen. Dieser hat bereits im Film "Fluch der Karibik 4: Fremde Gezeiten" Ian McShane in seiner Rolle als Blackbeard synchronisiert.
  • Der Haushund der Kenway-Familie heißt "Thatch".
  • Kurz vor seinem Tod erfährt man bei der Verfolgung eines Verdächtigen, dass Blackbeard gerne Rum mit Schwarzpulver trinkt.

Quellen>Bearbeiten

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